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Eine Gewichtsdecke (auch Therapiedecke, schwere Decke oder englisch „Weighted Blanket“) ist deutlich schwerer als eine normale Bettdecke – meist zwischen 4 und 13 Kilogramm. Ursprünglich wurde sie in der Ergotherapie eingesetzt, heute nutzen viele Menschen sie zu Hause zum Schlafen oder Entspannen. Hier erfahren Sie, wie sie aufgebaut ist und wie sie wirkt.
So ist eine Gewichtsdecke aufgebaut
- Hülle: meist Baumwolle, Mikrofaser oder Bambus-Viskose.
- Kammern: Die Decke ist in viele kleine, abgesteppte Quadrate unterteilt, oft etwa 10 × 10 cm groß.
- Füllung: In jeder Kammer liegen Glasperlen oder Kunststoffgranulat, häufig eingebettet in eine dünne Schicht Polyesterwatte.
- Bezug (optional): Viele Modelle haben einen abnehmbaren Bezug, der sich wie normale Bettwäsche waschen lässt.
Eine Sonderform sind gestrickte Gewichtsdecken: Sie kommen ohne Füllung aus, ihr Gewicht entsteht durch dicke, dicht verstrickte Garne.
Wie funktioniert eine Gewichtsdecke?
Das Prinzip heißt Tiefendruck (englisch „Deep Pressure Stimulation“): Die Decke drückt gleichmäßig und flächig auf den Körper – ähnlich wie eine feste Umarmung. Viele Menschen empfinden das als beruhigend und geborgen. Die schwere Decke sorgt außerdem dafür, dass man sich weniger hin- und herwälzt.
Ob und wie stark eine Gewichtsdecke beim Ein- und Durchschlafen hilft, ist individuell sehr verschieden. Einige Studien deuten auf positive Effekte hin, die Forschung steht aber noch am Anfang. Was bisher bekannt ist, fassen wir im Beitrag Wirkung von Gewichtsdecken zusammen.
Wie schwer und wie groß?
Als Faustregel gilt ein Deckengewicht von etwa 10 Prozent des Körpergewichts. Die Decke sollte Ihren Körper bedecken, aber nicht über die Bettkante hängen. Details finden Sie in unseren Ratgebern zum richtigen Gewicht und zur passenden Größe.
Wofür wird eine Gewichtsdecke genutzt?
- als Bettdecke in der Nacht
- zum Entspannen auf dem Sofa, beim Lesen oder Fernsehen (Tipps dazu)
- als Ruhepause nach einem stressigen Tag
Für wen ist sie nicht geeignet?
Für Babys und Kleinkinder sind Gewichtsdecken nicht geeignet. Auch bei bestimmten Vorerkrankungen – etwa der Atemwege oder des Herz-Kreislauf-Systems – sollten Sie vorher ärztlichen Rat einholen. Mehr dazu lesen Sie unter Nachteile und Risiken.
Fazit
Eine Gewichtsdecke ist eine schwere, gleichmäßig befüllte Decke, deren sanfter Druck von vielen Menschen als beruhigend empfunden wird. Sie ist kein Wundermittel, kann aber eine angenehme Ergänzung für Ihre Abend- und Schlafroutine sein. Wenn Sie es ausprobieren möchten, finden Sie eine große Auswahl an Gewichtsdecken bei Amazon* – oder lesen Sie zuerst unsere Kaufberatung.
Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung.

